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Die eigene Baustelle verlassen

Wenn dich zwischenmenschliche Situationen in irgendeiner Form anpacken, plötzlich unangenehme Emotionen in dir aufploppen, du sehr schnell reagieren möchtest - obgleich etwas in dir sagt "Wart ab, geh in dich!" - erinnere dich an ein vergangenes Mal, in der etwas Ähnliches geschehen ist.

Denn sobald wir die eigene Baustelle verlassen und sofort beim Gegenüber sind, nicht 100%ig ehrlich mit uns selbst und in Folge dessen auch nicht dem anderen gegenüber, kann Folgendes passieren: Eine Dynamik aus verstecktem Ärger/ Aggression auf beiden Seiten, Unterstellungen, Rechtfertigung, Verteidigung und Angriff nimmt ihren Lauf. Beide fühlen sich vermutlich unverstanden und oder verletzt.

Es ist nicht schlimm, doch schade. Denn beide verpassen die Chance, sich echt und verletzlich zu zeigen. Über die entstandenen Gefühle zu sprechen und wirklich nur bei sich zu bleiben. Und dabei zu fühlen und zu lernen, was es zu fühlen und zu lernen gibt. In Klarheit zu kommunzieren, ohne Angst vor Ablehnung und den Konsequenzen, darum geht es für mich. Ich übe. Und lade dich ein, selbiges zu tun.

Vielleicht willst du gerad keinen Kontakt, oder du möchtest dem Wunsch des anderen nicht

nachkommen. Dann sag das doch. (Und ich wende mich hier gerade auch an mich selbst). Und mute dem anderen genau das zu: Zu fühlen was es mit ihm macht. Diese tiefen Prozesse und das Sie-zum-Ausdruck-Bringen sind für mich sehr wichtig. Und gehören zu meinem Sein hier. Es ist gut, verständnisvolle und ebenso ehrliche Menschen und Freunde an seiner Seite zu haben (danke Schwesterherz und Harry, wenn ihr das lest!), mit denen gemeinsam tiefgetaucht werden kann. Und dabei auch viel gelacht wird - Schattenarbeit kann auch leicht sein. Nobody is perfect. Eine gute Zeit dir!







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